Probleme mit den fruchtbaren Tagen

Wieso kann es sein, dass man trotz Sex nicht schwanger wird?

Es kann zahlreiche Gründe geben, weshalb Frauen trotz ungeschütztem Geschlechtsverkehr und penibler Kontrolle der fruchtbaren Tage nicht schwanger werden.

Zuallererst kann es sein, dass der optimale Moment der Fruchtbarkeitsphase knapp verpasst wurde. Aber auch ist es generell so, dass z.B. das saure Milieu der Scheide es den Spermien nicht einfach macht.

Abgesehen von den natürlichen Bedingungen, die von sich aus dazu führen, dass es nicht zu einer Schwangerschaft kommt, gibt es eine Reihe an körperlichen Störfaktoren, die die Schwangerschaft unmöglich machen können.

Diese wollen wir uns nun einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Spermienqualität: Es kann sein, dass die Spermienqualität ihres Partners nicht besonders gut ist. Es gibt viele Einflussfaktoren, die auf die Spermienqualität einwirken. Z.B. kann rauchen die Spermienqualität vermindern. Die Qualität des Spermas kann problemlos ärztlich festgestellt werden. Bevor es zu einem solchen Schritt kommt sollte jedoch lange genug der Versuch unternommen worden sein, eine Schwangerschaft herbeiführen zu wollen. Es ist ganz normal, dass bei Frauen im besten gebährfähigen Alter von 20 – 35 noch nicht im ersten Jahr des Probierens eine Schwangerschaft zu Stande kommt. Die fruchtbaren Tage sind manchmal wirklich nicht so leicht abzupassen.

Hormonstörungen: Es kann sein, dass Ihre Hormone durcheinander gekommen sind und deshalb keine Schwangerschaft zu Stande kommt, weil z.B. die fruchtbaren Tage zu oft hinterinander ausfallen. Hormonstörungen können krankheitsbedingte Ursachen haben. Sie können aber auch z.B durch Stress, Medikamenteneinnahme oder durch einen ungesunden Lebensstil (schlechte Ernährung, rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum o.ä.) hervorgerufen werden. Hormonstörungen können nur durch einen Arzt festgestellt werden. Mittlerweile gibt es zahlreiche Präparate, die gezielt gegen Hormonstörungen eingesetzt werden können. Ist anzunehmen, dass hormonelle Schwankungen bei Ihnen durch z.B. Stress oder den Lebensstil hervorgerufen werden, sollten Sie sich dringend überlegen, wie Sie dem Stress entgehen bzw. ihren Lebensstil zum Wohle Ihrer selbst verbessern können. Davon wird auch Ihr Kind profitieren.

 

Endometriose: Endometriose bezeichnet eine Blockierung der Eileiter durch übermäßige Produktion von Gebärmutterschleimhaut. Dieses Krankheitsbild hat keinen Einfluss auf die fruchtbaren Tage. Bei einer Endometriose findet trotzdem ein Eisprung statt. Eine Schwangerschaft ist dann jedoch nicht möglich. Das liegt daran, dass die Spermien durch die Blockade der Eileiter keine Möglichkeit haben, in den fruchtbaren Tagen bis zur Eizelle zu gelangen. Eine Untersuchung auf Endometriose ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie zur Zeit Ihrer Regel regelmäßig über starke Schmerzen klagen. Diese können ein Hinweis auf Endometriose sein. Es besteht dann jedoch kein Grund zur Unruhe: Endometriose kann problemlos über Medikamente oder ggf. auch über eine Operation entfernt werden. Die Eileiter wird dadurch wieder frei. In den fruchtbaren Tagen gelangen dann die Spermien wieder problemlos Richtung Eizelle.

 

Scheidentrockenheit: Tatsächlich sind ungefähr 18 – 20 Prozent der Frauen im Alter von 18 bis 35 von dem Problem Scheidentrockenheit betroffen. Im Allgemeinen hat die Trockenheit oder Feuchtigkeit einer Scheide keinerlei Auswirkung auf die fruchtbaren Tage. Sie können trotzdem schwanger werden. Dennoch ist es natürlich so, dass durch Scheidentrockenheit der Spaß an Sex geringer werden kann. Ohne Gleitmittel wird Sex auf diese Weise schnell zur Tortur. Das sollten Sie sich nicht antun. Unbedingt gilt es, ein Gleitmittel zu verwenden. Allerdings ist bei Kinderwunsch Vorsicht geboten: es sollte darauf geachtet werden, ein Gleitmittel zu wählen, das angibt, die Qualität der Spermien nicht zu beeinflussen. Es werden extra Gleitgele für Paare mit Kinderwunsch angeboten. Diese sind besonders sanft und haben keine negativen Auswirkungen auf das Sperma.

Beim nächsten Frauenarztbesuch sollten Sie die Scheidentrockenheit ansprechen. Meist ist die Trockenheit einfach natürlich. Es gibt jedoch auch körperliche Probleme, die diesen Effekt erzeugen können.

Um sich den Kinderwunsch erfüllen zu können ist es notwendig, dass der Sex genau im Fruchtbarkeitfenster, in den fruchtbaren Tagen, geschieht. Frauen und auch Männer können sich durch diesen „Termindruck“ schnell unter Druck setzen. Dieses Zeitdruckgefühl, ausgelöst durch das Wissen um die fruchtbaren Tage, kann die Scheidentrockenheit verschlimmern. Hierzu lässt sich nur sagen: im Genuss und in entspannter Atmosphäre macht das „Kinder machen“ auch gleich viel mehr Spaß. Lassen Sie es zu, es ruhig anzugehen. Schaffen Sie ganz bewusst eine entspannte Atmosphäre.

Ein alter Hausfrauenrat besagt übrigens, dass die Feuchte der Scheide durch regelmäßige (Selbst-)befriedigung gefördert werden kann. Auch wenn es hierzu keine gesicherten medizinischen Studien gibt lässt sich sagen: es wird Ihnen nicht schaden, wenn Sie über einen von Ihnen gewählten Zeitraum hinweg täglich Selbstbefriedigung anwenden.

Aufpassen in der fruchtbaren Zeit

Reicht es aus, die fruchtbaren Tage genau abzupassen, um schwanger zu werden?

Wenn Sie sich sehnlichst eine Schwangerschaft wünschen ist es tatsächlich die beste Idee, die fruchtbaren Tage möglichst genau zu bestimmen und dann gezielt Geschlechtsverkehr zu haben. Die fruchtbaren Tage finden nur einmal im Monat im sogenannten Fruchtbarkeitszeitfenster statt. Nur während dieser fruchtbaren Tage ist es möglich, dass eine Eizelle durch ein Spermium befruchtet wird. Es ist individuell unterschiedlich, wann bei einer Frau im Zyklus die fruchtbaren Tage einsetzen und wie lange sie genau dauern.

Abgesehen davon unterscheiden sich die fruchtbaren Tage nicht nur zwischen verschiedenen Frauen. Auch bei ein und dderselben Frau kommt es zu Veränderungen des Fruchtbarkeitszeitfensters. Die fruchtbaren Tage lassen sich also nicht sicher im Terminkalender eintragen, denn der Eisprung kann mal früher und mal etwas später stattfinden.

Wer die fruchtbaren Tage genau rechtzeitig erwischen möchte um eine Schwangerschaft herbeizuführen, der kommt an einer Bestimmung der fruchtbaren Tage und des Eisprungs nicht vorbei.

Auf unserer Seite bieten wir einen Eisprungrechner an, der Ihnen bei genauer Eingabe Ihrer Daten helfen kann, die fruchtbaren Tage zu bestimmen. Dadurch, dass es aber zu individuellen Schwankungen kommen kann ist es zusätzlich sinnvoll, technische Geräte zur Eisprungmessung hinzuzuziehen. Es gibt mittlerweile ausgefeilte Geräte, die die fruchtbaren Tage anhand von Urinproben zuverlässig feststellen können. Hierfür wird anhand des Urins der Hormonspiegel der zwei Hormone gemessen, die eine Rolle spielen, um den Eisprung, d.h. die fruchtbaren Tage, einzuleiten.

Messegeräte:

Die Messgeräte zum Bestimmen der fruchtbaren Tage sind zumeist kompakt und leicht zu bedienen. Durch ihre handliche Größe eignet sich auch die Mitnahme auf Reisen problemlos. Doch was passiert genau bei diesen Messgeräten? Wie funktionieren sie? Im Anschluss nun eine kleine Zusammenfassung:

Die modernen Geräte sind in der Lage dazu, das luteinisierende Hormon wie auch das Östrogen im Urin zu messen. Anhand dessen kann das Gerät auf den allgemeinen Spiegel dieser Hormone schließen. Der Hormonspiegel wiederum gibt Auskunft darüber, ob sich eine Frau gerade innerhalb ihrer fruchtbaren Tage, kurz davor, oder kurz nach den fruchtbaren Tagen befindet. Anhand der Messung dieser Hormone berechnet Ihnen das Gerät die Wahrscheinlichkeit, mit der Sie schwanger werden können, wenn Sie in kürze ungeschützten Geschlechtsverkehr haben. Kurzum: Die Zuverlässigkeit der Geräte ist sehr hoch und bei Schwangerschaftswunsch geben sie optimale Hinweise zu den fruchtbaren Tagen. Was außerdem besonders praktisch ist an diesen modernen Messgeräten: schon nach wenigen Tagen nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr können Sie das Gerät erneut einsetzen, um zu messen, ob die fruchtbaren Tage erfolgreich genutzt werden konnten. Sprich: diese Geräte zeigen nicht nur die fruchtbaren Tage und damit die mögliche Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft an, sondern fungieren auch zusätzlich als Schwangerschaftstest.

Ein solches Gerät kann es Ihnen also erleichtern, die fruchtbaren Tage genau festzustellen. Allerdings ist es trotz Gerät nicht garantiert, dass genau der richtige Zeitpunkt erreicht wird, um schwanger zu werden. Letztendlich ist Schwangerschaft nichts, was sich durch Technik herbeiführen lässt. Man darf eben nicht vergessen, dass auch Menschen natürliche Lebewesen sind. Unsere Körper lassen sich nicht planen und organisieren, auch die fruchtbaren Tage nicht. Die Uhr der Natur tickt leider nicht nach dem Minutenzeiger. Wann die Stunde ihrer Schwangerschaft schlägt, ist und bleibt also ein Wunder der Natur.

Woran erkennt man die fruchtbaren Tage?

Woran lassen sich die fruchtbaren Tage erkennen?

Die fruchtbaren Tage einer Frau können auf unterschiedliche Art und Weise festgestellt werden. Nicht jede Variante kann jedoch den Eisprungzeitpunkt mit Sicherheit feststellen.

Körperliche Anzeichen: Viele Frauen klagen zur Zeit des Eisprungs über Ziehen in den Brüsten oder im Unterleib. Durch eine genaue Beobachtung der körperlichen Anzeichen können einige Frauen mit etwas Übung den Zeitpunkt des Eisprunges feststellen. Nicht jede hat diese Symptome und nicht jede hat die Zeit und die Muße dazu, den Zyklus genau zu beobachten und die fruchtbaren Tage so festzustellen. Daher zählt diese Methode eher zu den unsichereren Varianten. Abgesehen davon verändert sich bei einer Frau im Laufe des Zyklus auch die Körpertemperatur. Auch die Konsistenz des Zervixschleims kann Hinweise auf die fruchtbaren Tage einer Frau geben. Um die fruchtbaren Tage halbwegs sicher feststellen zu können, sollten alle körperlichen Anzeichen genau verfolgt werden. Dies kann zum Beispiel über einen Fruchtbarkeitskalender geschehen, in dem regelmäßig körperliche Symptome zusammen mit Körpertemperatur und Zervixkonsistenz eingezeichnet werden.

Körpertemperatur: Nach dem Eisprung ist die Körpertemperatur 0,5 Grad höher als zuvor. Die Temperatur bleibt bis zur Periodenblutung auf dem 0,5 Grad höheren Level. Eine Messung der Temperatur sollte regelmäßig und jeweils nach einer Ruhephase stattfinden. Morgens nach dem Aufstehen ist z.B. ein guter Zeitpunkt, um die Temperatur zu messen und dadurch die fruchtbaren Tage etwas treffsicherer bestimmen zu können.

Ovaluationstest: Mit dem Ovaluationstest lassen sich per Urintest die fruchtbaren Tage feststellen. Diese Tests sind in der Apotheke erhältlich. Sie erkennen das luteinisierende Hormon und können dadurch anzeigen, ob eine Frau sich in Ihren fruchtbaren Tagen befindet oder nicht.

Hier habe ich auf Youtube ein interessantes Video dazu gefunden:

Die fruchtbaren Tage und das Alter

Je älter eine Frau wird, desto seltener hat sie fruchtbare Tage. Jede Frau wird mit einer festen Anzahl an Eizellen geboren, die dann im Laufe ihres Lebens ab der Pubertät jeweils bei ihren fruchtbaren Tagen nach und nach zum Einsatz kommen. Die zur Verfügung stehenden Eizellen werden also in den fruchtbaren Tagen immer weniger. Schon im Alter von 30 Jahren hat eine Frau deutlich weniger Eizellen für die fruchtbaren Tage zur Verfügung, als dies bei einer Frau Anfang 20 der Fall ist. Etwa in einem Alter von 25 Jahren nimmt deshalb die Frequenz der fruchtbaren Tage immer weiter ab. Das heißt jedoch nicht, dass eine Frau mit 30 oder 40 Jahren schon unfruchtbar ist. Es bedeutet lediglich, dass es länger dauern könnte, bis eine Frau einen Eisprungtermin so günstig erwischt, dass daraus eine Schwangerschaft resultiert.

Auch wenn Sie sich schon jenseits der 20er befinden: es gibt keinen Grund zur Panik! Und auch wenn Sie bereits seit ein paar Monaten versuchen, schwanger zu werden, und bisher keinen Erfolg damit hatten: nehmen Sie es zunächst gelassen! Es ist vollkommen normal, dass es nicht gleich klappt. Auch, wenn Sie besonders auf den Zeitraum der fruchtbaren Tage Acht geben. Tatsächlich berichtet sogar ein Großteil der Pärchen davon, dass es nicht sofort zur Schwangerschaft kam. Auch gibt es Paare, bei denen es erst nach 8 oder 9 Jahren funktioniert – obwohl keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorliegen.

Soll heißen: es ist überaus normal, mehr Zeit zu benötigen, bis eine Schwangerschaft gelingt.

Hierzu nun ein paar Eckdaten: Für Frauen, die jünger als 35 Jahre alt sind gibt es keinerlei Grund zur Beunruhigung, wenn eine Schwangerschaft auch nach einem Jahr des stetigen Probierens nicht zu Stande gekommen ist. Erst wenn dieses Jahr deutlich überschritten ist, kann geraten werden, einen Arzt aufzusuchen und sich beraten zu lassen.

Frauen ab einem Alter von 35 Jahren sollten hingegen schon nach 6 Monaten einen Arzt hinzuziehen. Der Grund dafür ist, dass eine Schwangerschaft mit zunehmendem Alter risikobelasteter ist: der Eisprung nimmt immer weiter ab und gleichzeitig nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass das Kind z.B. Fehlbildungen oder Behinderungen hat. Frauen ab 35 sollten sich also nicht zu lange Zeit lassen, um sich in Sachen Kinderwunsch beraten zu lassen.

Wenn eine Frau bereits 40 Jahre alt ist und ein Kinderwunsch besteht, empfiehlt es sich, sofort einen Arzt aufzusuchen. Eine Wartephase wäre aus obengenannten Gründen nicht sinnvoll.

Warum steigt die Wahrscheinlichkeit für Fehlbildungen und Behinderungen beim Säugling mit dem steigenden Alter der Mutter?

Ganz sicher lässt sich dies nicht sagen. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Qualität der Eizellen, die während der fruchtbaren Tage freigegeben werden, mit zunehmendem Alter immer schlechter wird. Dadurch, dass Frauen bereits mit ihrem Repertoire an Eizellen geboren werden und die fruchtbaren Tage bereist in der Pubertät einsetzen, sind die Eizellen in den fruchtbaren Tagen im Alter von 30 bis 40 schon länger im weiblichen Körper „eingelagert“, als bei Frauen Mitte 20.

Es besteht allerdings die Möglichkeit, dass diese Ansicht in der Medizin demnächst revidiert bzw. vervollständigt werden muss. In einem Experiment konnte gezeigt werden, dass es bei Mäusen theoretisch möglich ist, dass Eizellen auch während des Lebens neu gebildet werden. Für eine Möglichkeit zur Neubildung von Eizellen im Unterleib einer Frau gibt es noch keine Beweise. Deshalb muss zunächst davon ausgegangen werden, dass die fruchtbaren Tage mit dem Alter immer mehr abnehmen.

Die Human Fertilisation and Embryology Authority veröffentlichte, dass 95 Prozent aller Frauen, die Anfang bis Mitte 20 nicht verhüten, nach drei Jahren ungeschütztem Geschlechtsverkehr schwanger werden. Im Alter von 28 Jahren wurden lediglich 75 Prozent der Frauen nach drei Jahren ungeschütztem Geschlechtsverkehr schwanger.

 

Einer der wichtigsten Punkte in Sachen Kinderwunsch ist es, sich nicht stressen zu lassen. Schließlich berichten viele Paare, dass eine Schwangerschaft endlich zu Stande kam, als der Kinderwunsch nicht mehr verbissen verfolgt wurde. Lassen Sie sich den Spaß von der Ausschau nach fruchtbaren Tagen nicht verderben.

Die fruchtbaren Tage ein Überblick

Was sind eigentlich fruchtbare Tage?

Der Zyklus einer jeden Frau hat eine ungefähre Dauer von mindestens 23 und maximal 38 Tagen. In jedem Zyklus gibt es fruchtbare Tage, in denen ein Eisprung stattfindet. Das heisst: in den fruchtbaren Tagen geben die Eierstöcke eine Eizelle zur Befruchtung frei. Einzig und allein in dieser Zeit ist es möglich, dass eine Eizelle von einem Spermium befruchtet wird. Ohne Eisprung kann auch keine Befruchtung stattfinden. Ohne Eisprung ist also eine Schwangerschaft nicht möglich. Die Anti Baby Pille verhindert den Eisprung und wirkt auf diese Weise als Antikonzeptivum. Doch gerade für diejenigen, die die Pille abgesetzt haben und eine Schwangerschaft wünschen, ist es wichtig, sich mit den fruchtbaren Tagen auseinanderzusetzen.

 

Der weibliche Zyklus

Häufig heißt es, der weibliche Zyklus dauere 28 Tage lang. Diese Information ist jedoch nicht ganz stimmig. Tatsächlich ist es so, dass die Dauer des Zyklus bei jeder Frau unterschiedlich sein kann. Eine Dauer zwischen 23 und 38 Tagen liegt im Rahmen des Üblichen. Abgesehen davon ist es auch häufig so, dass die einzelnen Zyklen ein und derselben Frau unterschiedlich lange dauern. Es gibt verschiedene Faktoren, die die Dauer des Zyklus und den Moment der fruchtbaren Tage beeinflussen können. Darunter ist Stress einer der einflussreichsten Faktoren. Die fruchtbaren Tage sind demnach nicht unbedingt um den 14. Tag des Zyklus angesiedelt, sie können auch etwas später oder früher einsetzen. Es gibt auch Fälle, in denen Frauen ihre fruchtbaren Tage während ihrer Regelblutung haben. Dies ist z.B. der Fall, wenn die fruchtbaren Tage direkt nach der Blutung beginnen.

Der erste Tag im weiblichen Zyklus ist der Beginn der Regelblutung. Am ersten Tag der Blutung stellt der Körper sich auf den nächsten Eisprung ein und bereitet diesen vor. Dies geschieht auf hormoneller Basis: In der Hypophyse, dem Hirnareal das für unsere Hormonproduktion zuständig ist, wird dann die Produktion von weiblichen Hormonen veranlasst. Zwei Hormone sind für die fruchtbaren Tage von entscheidender Bedeutung: das FSH („follikelstimmulierendes Hormon“) sowie das luteinisierende Hormon. Durch das FSH werden die Eierstöcke dazu angehalten, eine Eizelle „befruchtungsfertig“ reifen zu lassen. Die Eizellen reifen in kleinen, mit Flüssigkeit gefüllten Hohlräumen heran – genannt Follikel. Jedes Follikel enthält eine Eizelle. Erst durch das follikelstimmulierende Hormon beginnen die Follikel, zu wachsen. In diesem Prozess wird das Hormon Östrogen erzeugt. Auf diese Weise kommt es schließlich im Verlauf des Zyklus zu einem Anstieg des Östrogenspiegels. Er veranlasst ein Wachstum der Gebärmutterschleimhaut: dies ist wichtig für die fruchtbaren Tage, denn erst durch die Gebärmutterschleimhaut kann sich ein befruchtetes Ei in der Gebärmutter einnisten und dort zu einem Embryo heranwachsen.

In der Wachstumsphase der Follikel gibt es im Normalfall nur ein einziges Follikel, in dem eine Eizelle bis zur Reife auf die Befruchtung vorbereitet wird.

Durch den erhöhen Östrogenspiegel wird schließlich auch die Produktion eines weiteren Hormons eingeleitet – der Hormonspiegel des luteinisierenden Hormons steigt somit ebenso. Das „auserwählte“ Follikel mit der fertig gereiften Eizelle wird durch den Anstieg dieses Hormons zum platzen angeregt. Das Follikel gibt dann die fertig entwickelte Eizelle frei: dies wird als der Moment des Eisprungs bezeichnet und ist somit der entscheidende Moment der fruchtbaren Tage.

Nach dem Eisprung gelangt die Eizelle in die Eileiter. Dadurch wird auch die Produktion von Progesteron angestoßen. Progesteron ist dazu da, die Produktion weiterer Gebärmutterschleimhaut anzuregen. Damit spielt es eine entscheidende Rolle für eine erfolgreiche Schwangerschaft

In diesem Zeitraum haben Frauen häufig das sogenannte „prämenstruelle Syndrom“ (kurz: PMS), das  unter anderem in Bauchkrämpfen, Kopfschmerzen oder schlechter Laune deutlich wird.

Falls die fruchtbaren Tage nicht genutzt werden und keine Befruchtung stattfindet, dann sinken die Hormonspiegel (Östrogen und Progesteron) ab. Die zuvor aufgebaute Gebärmutterschleimhaut wird  wieder abgestoßen, da sie nicht gebraucht wird. Dies zeigt sich schließlich in der Monatsblutung.

Wenn es jedoch in den fruchtbaren Tagen zu einer Befruchtung gekommen ist, so findet eine Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter statt. Nach den fruchtbaren Tagen wird dann ein weiteres Hormon produziert , das humane Choriongonadotropin (kurz: HCG) wird hergestellt. Der Follikel, in dem die Eizelle heranreifte, bleibt dadurch aktiv und versorgt den Körper mit Progesteron und Östrogen, damit die Gebärmutterschleimhaut weiterhin bestehen bleibt.

Wieso ist es sinnvoll, die fruchtbaren Tage zu berechnen?

Hier könnt ihr eure fruchtbaren Tage einfach berechnen:

(c) www.BMI-Rechner.net

Nur während der fruchtbaren Tage kann eine Frau schwanger werden. Deshalb ist es überaus sinnvoll, die fruchtbaren Tage zu bestimmen, wenn ein Kinderwunsch vorliegt. Besonders von Bedeutung ist die Bestimmung der fruchtbaren Tage, wenn in der Partnerschaft schon einige Zeit auf eine Schwangerschaft gehofft wird, es aber bisher noch nicht dazu kam.

Abgesehen davon ist das Wissen um das Zeitfenster der fruchtbaren Tage auch für Paare von Bedeutung, die auf Verhütungsmittel verzichten möchten und dennoch im Moment keinen Kinderwunsch haben. Unter dem Begriff der „natürlichen Verhütung“ kann durch die Bestimmung der fruchtbaren Tage berechnet werden, wann eine zusätzliche Verhütung z.B. durch Kondome oder durch Verzicht auf Sex nötig ist, um einer Schwangerschaft vorzubeugen.

 

Wann kann ich schwanger werden?

Eine Frau wird nicht automatisch schwanger, wenn die Verhütungsmittel weggelassen werden. In der Tat ist es so, dass die Eizelle nur innerhalb eines bestimmten Zeitfensters im Zyklus befruchtet werden kann. Dieses Zeitfenster nennt sich „fruchtbare Tage“.

In den fruchtbaren Tagen findet der Eisprung statt. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass eine Eizelle nach dem Eisprung etwa 24 Stunden lang befruchtet werden kann. Auch Spermien sind nur eine bestimmte Zeit lang dazu in der Lage, zu befruchten. Im Gebärmutterhals können sie bis maximal fünf Tage „überlegen“, in seltenen Einzelfällen auch länger.

Wer in den fruchtbaren Tagen auf Verhütung verzichtet könnte also schwanger werden. Diejenigen, die nicht die Absicht haben, ein Kind zu zeugen, sollten innerhalb der fruchtbaren Tage auf Sex verzichten oder auf Verhütungsmittel zurückgreifen.

Die Möglichkeit einer Schwangerschaft wird umso wahrscheinlicher, umso näher der Eisprungzeitpunkt bevorsteht.

Nach den fruchtbaren Tagen ist keine Schwangerschaft mehr möglich, da die Eizelle wie gesagt nur eine kurze Lebensdauer besitzt, da bis zur nächsten Periode keine fruchtbare Tage existieren.

Insgesamt lässt sich zusammenfassen, dass die fruchtbaren Tage etwa fünf Tage lang dauern. Die Zeit vor dem Eisprung und die 24 Stunden danach sind mit eingerechnet. Die Zeit vor dem Eisprung ist von Bedeutung, da Spermazellen ja eine längere Lebensdauer besitzen können.

Wer keine Schwangerschaft anstrebt, sollte während der fruchtbaren Tage demnach zusätzlich verhüten.