Was genau passiert während der fruchtbaren Tage?

Sehen wir uns nun an, was genau passiert, wenn eine Frau ihre fruchtbaren Tage hat.

Veränderung des Gebärmutterschleims

Ausschlaggebend sind immer die Menge und die Konsistenz des Gebärmutterschleims. Diese Faktoren verändern sich im Laufe des Zyklus, mal mehr, mal wenig stark. Je stärker dieser aber im Fluss ist und sich verändert, desto höher ist der Östrogenspiegel. Ist der Schleim durchsichtig und klebrig, so sind Frauen am fruchtbarsten. Er lässt sich dann in die Länge ziehen und wird oft als schlüpfrig und hell beschrieben. Rohes Eiweiß wäre vielleicht ein guter Vergleich um den Gebärmutterschleim an den fruchtbaren Tagen zu beschreiben.

Wofür braucht man den Gebärmutterschleim?

Der Gebärmutterschleim wird in erster Linie dafür benötigt, dass die Spermien des Mannes sicher und beschützt an ihr Ziel gelangen. Auch wird durch den Schleim der Vorgang beschleunigt, denn es ist wichtig für die Spermien, dass diese ihr Ziel schnell erreichen. Es ist also möglich mit dem Gebärmutterschleim die fruchtbaren Tage auszumachen. Genannt wird der Gebärmutterschleim übrigens auch Zervixschleim.

Temperaturanstieg

Die Körpertemperatur, auch Basaltemperatur genannt, steigt um etwa ein halbes Grad Celsius an. Normalerweise fällt die Erhöhung dieser Temperatur nicht wirklich auf, es sei denn, die Frau misst die Temperatur regelmäßig. Da es sich aber nur um einen halben Grad handelt, ist es schwierig, daran die fruchtbaren Tage auszumachen. Leichte Temperaturschwankungen nach oben können auch krankheitsbedingt auftreten oder sich aufgrund von äußeren Witterungsbedingungen verändern. Temperaturerhöhungen zeigen an, dass die Frau ovuliert hat. Der Anstieg der Temperatur kommt daher, dass das Hormon Progesteron angeregt wird. Dieses Hormon ist für die Temperatur im Körper mitunter zuständig.

Doch nicht wenn die Temperatur bereits angestiegen ist finden die fruchtbaren Tage statt, sondern schon zwei oder drei Tage zuvor, noch ehe die Temperatur nach oben klettert. Beginnt der Temperaturanstieg, so kann keine Befruchtung mehr stattfinden. Der Grund dafür ist, dass das Progesteron nach dem Eisprung zwei oder einen Tag braucht, um die Temperatur zum klettern zu bringen. Eine Eizelle kann leider nur 24 Stunden überleben, – folglich wäre es für eine Befruchtung zu spät. Schenkt man aber anderen Experten Glauben, so kann eine Befruchtung auch dann noch erfolgen, wenn die Temperatur bereits angestiegen ist.

Die Temperatur muss nun regelmäßig, über mehrere Monate und täglich jeden Morgen, gemessen, und in ein Diagramm eingetragen werden. Fakt ist aber, dass das Temperatur-Messen eine sehr vage und schwierige Methode ist, um den perfekten Zeitpunkt für Sex zu ermitteln. Temperaturen schwanken im Körper aufgrund verschiedenster Dinge, seien es bei Stress, nach dem Sport, bei heißem oder kaltem Wetter, bei Außentemperaturschwankungen oder bei Krankheit. Experten raten dazu, regelmäßig und häufig Sex zu haben, wenn es mit der Schwangerschaft klappen soll.

Stechen und Schmerzen im Unterleib

Die Rede ist nicht von bekannten, deutlich spürbaren, Eierstockkontraktionen, sondern von leichten Schmerzen oder Stichen im Unterleib. Es handelt sich dabei um einen so genannten Mittelschmerz, welche mehrere Minuten oder gar Stunden anhalten kann. Gut eingestellt Frauen spüren diesen leichten Schmerz immer zur selben Zeit und am gleichen Tag. Sollte dies der Fall sein, so kann man anhand des Zervixschleims auf einen Eisprung schließen.