Was ist eine Eileiterschwangerschaft?

Eine Schwangerschaft wird oft unkompliziert und unauffällig verlaufen. Mit einem positiven Schwangerschaftstest beginnt für viele Frauen ein neuer Lebensabschnitt, womit für sie ein sehnlicher Wunsch in Erfüllung geht. Aber leider gibt es auch Komplikationen, die die Schwangerschaft sogar gefährden können. Dazu gehört die Gefahr einer Eileiterschwangerschaft. In so einem Fall bedeutet es, dass sich der Embryo außerhalb der Gebärmutter ansiedelt. Das kann dann lebensbedrohlich sein.

Meist ist davon der Eileiter betroffen,es können aber auch manchmal die Eierstöcke oder die Bauchhöhle sein.Es ist bei ein bis zwei Prozent aller Schwangerschaften der Fall, dass sich der frühe Embryo am falschen Ort ansiedelt. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen dann um den Eileiter. Eher kommt es extrem selten vor, dass es an anderen Stellen passiert.

Wie kann eine Eileiterschwangerschaft entstehen?

Im Eileitertrichter findet die Befruchtung der Eizelle mit dem Spermium statt. Hier transportieren spezielle Flimmerhärchen (werden auch Zilien genannt) den Embryo anschließend in die Gebärmutter. Es kann aber passieren, dass bei manchen Frauen die Funktion dieser Zilien gestört ist. Dann kommt es dazu, dass die befruchtete Eizelle auf dem Weg zur Gebärmutter stecken bleibt. Es gibt aber auch noch andere Ursachen dafür. Zum Beispiel kann es sich auch um mechanische Barrieren wie Verwachsungen oder Verklebungen im Eileiter handeln. Diese können schon bereits angeboren sein oder die Folge einer Infektion. Bei den Frauen, die schon einmal eine Eileiterschwangerschaft hatten oder eine Spirale tragen, kann das Risiko auch höher ausfallen.

Wenn Schmerzen im Unterleib auftauchen

Diese falsche Form der Schwangerschaft kann dann gefährlich werden, wenn sie zu spät erkannt wird. Denn irgendwann ist der Embryo einfach zu groß, so dass der Eileiter spätestens in der 11. bis 14. Schwangerschaftswoche platzen könnte. Dies kann dann für die schwangere Frau eine lebensbedrohliche Situation darstellen, weil es zu starken Blutungen im Bauchraum kommt. In so einem Fall ist sofort eine Operation notwendig, um das Schlimmste zu verhindern. Wenn also in der Schwangerschaft massive Schmerzen im Unterleib verspürt werden, sollte die Frau daher so schnell wie möglich zu einem Arzt gehen.

Wie man eine Eileiterschwangerschaft erkenne kann

Es kommt vor, dass eine Eileiterschwangerschaften auch von alleine endet, weil der Embryo zu wenig Platz hat und nicht so optimal versorgt wird wie in der Gebärmutter. Dann passiert es, dass der Embryo in die Bauchhöhle ausgestoßen und vom Körper abgebaut wird. Es kommt öfters vor, dass so eine Schwangerschaft sogar unbemerkt bleibt. Man sollte daher immer zum Arzt gehen, wenn eine Schwangerschaft vermutet wird. Ein Gynäkologe kann am Besten mit einem vaginalen Ultraschall überprüfen, ob sich in der Gebärmutter der Embryo auch richtig eingenistet hat. Wenn dann der Arzt trotz positivem Schwangerschaftstest und entsprechender Blutwerte keine Anzeichen für eine Schwangerschaft finden kann, besteht der begründetet Verdacht einer Eileiterschwangerschaft. Man kann oft ein paar Tage abwarten, wenn keine Symptome auftreten, ob sich in der Gebärmutter noch etwas entwickelt. Tut es das aber dann nicht oder hat die Frau Unterleibsschmerzen oder Blutungen, muss eine Bauchspiegelung vorgenommen werden.

Bei einer sogenannten Laparoskopiewird von Ärzten durch ein winziges Loch in der Bauchdecke eine Kamera in die Bauchhöhle eingeführt. Wenn es so sein sollte, dass der Embryo sich tatsächlich außerhalb der Gebärmutter angesiedelt hat, wird er operativ entfernt. In manchen Fällen muss auch der Eileiter raus. Wenn starke Blutungen auftreten, ist ein Bauchschnitt notwendig sein.

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